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Kleintierklinik Köllertal
In den Siefen 3-5
66346 Püttlingen
Tel.: 06806 / 922 000
Fax: 06806 / 922 005
fragen@kkkoe.de

Sprechstunden:
Montag - Freitag
9 - 12 und 16 - 19 Uhr
Samstag
10 - 12 und 16 - 18 Uhr
Sonn- und Feiertag
Notfallsprechstunde
10 - 12 und 16 - 18 Uhr

und nach telefonischer Vereinbarung

In dringenden Notfällen:
Tel.: 06806 / 922 000
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Logo: Ausbildender Veterinärbetrieb

Zertifizierungs-Siegel der PÜG gemäß DIN EN ISO 9001

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Hotspot in der Kleintierklinik Köllertal

SOS – was tun bei ...

... Wunden

 

  • Wundflächen feuchthalten (Kamillentee, Leitungswasser) und vor weiterer Verschmutzung schützen. Nicht in der Wunde wischen, keine Salben, kein Puder und Ähnliches auftragen. Haare im Wundgebiet nicht scheren.
  • Eingespießte Fremdkörper in der Wunde belassen.

Tiefe Wunden und vorgefallene Organe:

  • Organe nicht zurücklagern. Mit möglichst sauberen und feuchten Tüchern abdecken und vor Selbstverstümmelung durch das Tier schützen. Tierspeichel ist nicht heilsam!

SOS – was tun bei ...

... Schock

 

Ein Schock ist ein lebensbedrohlicher Zustand des Körpers mit Kreislaufversagen, der von einem anfangs umkehrbaren in einen nicht umkehrbaren Zustand übergehen kann:

  • Starke Blutungen
  • Starke Flüssigkeitsverluste: Verbrennung, Austrocknung
  • Schwere und schmerzhafte Verletzungen
  • Vergiftungen und allergische Reaktionen

Tiere wirken zu Beginn verwirrt und rastlos, zeigen Kältezittern und haben kalte Gliedmaßen. Auffällig sind die blasse und trockene Mundschleimhaut und rasche und flache Atmung. Die Pupillen sind oft weitgestellt und starr, bei großen Schmerzen auch sehr verengt.

Betroffene Tiere sollten warm gehalten und schnellstmöglich tierärztlich versorgt werden.

SOS – was tun bei ...

... Krampfanfällen / Epilepsie

 

  • Krampfanfälle sind für die Nichtbeteiligten schlimmer als für die betroffenen Tiere selbst.
  • Wichtigster Grundsatz: Ruhe bewahren - ein Anfall genügt!
  • Erstmalige Anfälle dauern meist Sekunden bis maximal wenige Minuten.

 

Verhaltensregeln:

  • Für Ruhe und Abdunkelung sorgen.
  • Nicht auf das Tier einreden, Hände weg vom Tier - Verletzungsgefahr!
  • Möglichst genaue Beobachtung von Dauer und Ablauf des Anfalls.
  • Nach (!) dem Anfall (weniger als 5 Minuten Dauer) den Haustierarzt verständigen.

SOS – was tun bei ...

... Knochenbrüchen


Vorsicht: Tiere mit Knochenbrüchen sind sehr schockgefährdet!

Geschlossener Bruch, d.h. Haut über Bruchbereich intakt:

  • Vorsicht: Guter Selbstschutz ist nötig bei der Hilfe aufgrund großer Schmerzen des Tieres!
  • Sichere Fixation (Vorsicht vor Panik und Schmerzreaktionen des Tieres) und Lagerung des Patienten.
  • Betroffene Gliedmaße möglichst wenig manipulieren.
    Achtung: Bei unsachgemäßer Bewegung (Schienungsversuche!) können die scharfen, gebrochenen Knochenenden einen geschlossenen zu einem offenem Bruch machen!

Offener Bruch: Vorgehen wie bei tiefen Wunden

SOS – was tun bei ...

... Hitzeschlag und Verbrennungen

  • Tier an möglichst kühlen Ort bringen
  • Tier mit feuchten Tüchern abdecken oder vorsichtig mit fließendem Wasser abbrausen.
  • Bei bewusstlosen Tieren: siehe Atmungskontrolle

SOS – was tun bei ...

... Verletzungen der Augen

 

  • Bei Verätzungen: Wiederholtes Spülen des Auges vom äußeren Lidwinkel aus mit Leitungswasser
  • Wenn ein Fremdkörper in das Auge eingetreten ist: Den Fremdkörper niemals entfernen, Tier am Reiben und Kratzen hindern.
  • Bei Vorfall des Augapfels: Kühlende, feuchte Kompresse auflegen.

SOS – was tun im Notfall

Wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen des Tierhalters:

 

Atmungskontrolle:

  • Bei bewusstlosen Tieren: Maulhöhle kontrollieren, Zunge hervorziehen und Kopf tieflagern.
  • Bei Brustwandverletzungen: Tier mit betroffener Körperseite nach unten lagern.

Blutungskontrolle:

  • Leichtere oder Sickerblutungen: Kompresse oder Druckverband.
  • Starke Blutung im Gliedmaßenbereich: Abbinden oberhalb der Blutung (körpernah).

SOS – was tun im Notfall

Maßnahmen zur Ersten Hilfe


Achtung:
Diese Maßnahmen dienen zur Unterstützung des Tieres in Notsituationen bis zur notwendigen tierärztlichen Versorgung und sind keine Anleitung zur Eigentherapie!

Drei Stützpfeiler der ersten Hilfe beim Tier:

  • Ruhe bewahren und überlegt handeln: Aufregung und Angst übertragen sich auf das Tier und verschlechtern seine Prognose! Grundregeln der Ersten Hilfe beim Menschen sind auch beim Tier hilfreich.
  • Selbstschutz bei der Ersten Hilfe vor Bissen und Kratzern durch Handschuhe oder Maulschlingen. Nicht anwenden bei: Bewusstlosen Tieren, schweren Schädelverletzungen, Atemnot oder Fremdkörpern im Maul.
  • Frühzeitige (telefonische) Verständigung der nächsten erreichbaren Praxis oder Klinik. Speichern Sie für eventuelle Notfälle die entsprechenden Rufnummern vorher in ihrem Telefon oder Handy.

SOS – was tun im Notfall

Hinweise zum Transport verletzter Tiere

  • Das Wichtigste ist zugleich das Schwierigste: Im Notfall Ruhe zu bewahren und besonnen zu handeln. Für Ihr Tier sind weder ein Autounfall noch Ihre Aufregung und Angst von Nutzen!
  • Sorgen Sie für eine sichere und stabile Lagerung des Tieres während des Transportes. Geh- und stehunfähige Tiere werden möglichst auf einer starren Unterlage gelagert und transportiert. Optimal ist eine dem Tier vertraute Begleitperson.
  • Denken Sie bei allen Handlungen am Tier stets an Ihren Selbstschutz (Maulkorb, -binde, Handschuhe). Selbst eigene Tiere beißen aus Angst oder Schmerz!
  • Versuchen Sie mit Tüchern o. ä. jede weitere Verunreinigung von Wunden oder Organen zu vermeiden und hindern Sie Ihr Tier am Lecken, Kratzen oder Benagen. Bei offenen Bauchverletzungen vorgefallene Organe niemals zurück verlagern! Eingespießte Fremdkörper in Pfote, Auge, Bauch etc. nicht herausziehen.
  • Überprüfen Sie Ihre Maßnahmen zur Ersten Hilfe (Atemwege, Blutstillung) möglichst auch während des Transportes und schützen Sie das Tier vor Auskühlung.
  • Bei Vergiftungsverdacht fragliches oder aufgenommenes Material und Erbrochenes stets mitbringen!

SOS – was tun im Notfall

Für Notfälle sind wir rund um die Uhr für Sie erreichbar. Um Ihrem Tier bestmöglich helfen zu können, bitten wir Sie, uns in jedem Fall zuerst telefonisch zu informieren:

    Tel.: 06806 / 922 000

Das gibt unserem Team die Möglichkeit, notwendige Vorbereitungen treffen zu können und Ihnen wichtige Hinweise zum Transport und zu Maßnahmen der Ersten Hilfe zu geben.

Die effektive Versorgung eines Notfallpatienten ist mit dem Einsatz zahlreicher medizinischer Geräte verbunden. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihr Tier deshalb ausschließlich in unserer Klinik behandeln können.

Weiterführende Informationen: